Für alle, die garnicht wissen, wo die Stochastik überall ihre Anwendung findet, hier ein Erklärungsversuch:
Der Begriff Stochastik stammt ursprünglich aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie “Die Kunst des geschickten Vermutens”. Die mathematische Stochastik umfasst die Gebiete Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik. Hierbei handelt es sich nur um ein Teilgebiet der Mathematik, welches die mathematische Modellierung zufälliger Ereignisse untersucht. Somit findet es daher in praktisch allen empirischen Disziplinen Anwendungen. Hierzu zählen unter anderem Wettervorhersagen (es regnet mit einer Wahrscheinlichkeit von 70%), Epidemiologie (Modelle für die Ausbreitung von Krankheiten), Quantenphysik, Klimaforschung, aber auch die Wahrscheinlichkeit von Lottogewinnen oder die Prämienkalkulation im Versicherungswesen lässt sich mithilfe der Stochastik berechnen. Stochastik als “Mathematik des Zufalls” ist in fast allen mathematischen Fakultäten integraler Bestandteil der Mathematikausbildung.
Die Stochastik ist also ein Teilgebiet der Mathematik und steht somit in jedem Mathematikstudium auf dem Lehrplan. Denn sämtliche Statistiker könnten ohne diese Form der Rechenkünste ihrem Beruf nicht nachgehen. Denn mithilfe der Stochastik werden Wahrscheinlichkeiten berechnet. Gerade im Sommer während der Sommerferien macht diese Formel viel Sinn, indem die Wissenschaftler die Stauprognosen berechnen können. Zwar hilft dies wenig, wenn man sich gerade im Stau befindet, aber im Vorfeld sind diese Zahlen hilfreich, da man anhand der Wahrscheinlichkeiten seine Route in den Urlaub planen kann. Ein weiteres Beispiel für die Stochastik in der Praxis ist sicherlich die Berechnung der Wahrscheinlichkeit, beim Roulette zu gewinnen. Ob man anhand der Berechnungen dann tatsächlich gewinnt, ist fraglich. Denn die Stochastik ermittelt lediglich Wahrscheinlichkeiten, Annahmen also, nicht aber Fakten. Besonders interessant an diesem Teilgebiet der Mathematik sind die Versuchsreihen. Denn die Versuche vermitteln den Wissenschaftlern einen realen Eindruck über die Wahrscheinlichkeitsverhältnisse. Machen Sie doch selbst einmal einen Versuch und schauen, wie oft das Marmeladenbrot wohl, wenn es vom Tisch fällt, mit der Marmeladenseite auf dem Boden landet.