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Die TV Total Pokerstars Nacht

Gestern habe  ich mir – wie zig tausende Andere auch – die „TV Total Pokerstars.de Nacht“ angesehen. Stefan Raab, dessen Tells sogar ein Blinder mit Krückstock erkennen würde, musste diesmal als Erster den Pokertisch verlassen. Dabei hatte er sogar eine gute Hand: A-A, das am Flop zum Set wurde.

Doch seine Gegnerin war die hübsche Lilly Kerssenberg-Becker, die frisch Angetraute der Tennislegende, die sein All-In selbstbewusst mit einem Paar Vierer!!! callte.

Lilly – der Inbegriff einer charmanten und sexy Luckbox traf am River einen Flush. Aus für Raab.

Ihm folgte sein ehemaliger Praktikant Elton – auch er musste sich der hübschen Lilly geschlagen geben. Elton soll schon in bekannten Wiener Card Casinos gesehen worden sein – er scheint auch ein bisserl Talent für Poker zu haben – doch er zeigt uns davon nicht wirklich viel.

Der Onlinequalifikant – Marke: schüchterner, passiver super tighter Spieler und Boris Becker im Heads-up. Gespielt wurde dabei aggressiv und emotional  wie bei einem Bingoturnier im Pensionistenheim. Kein Druck von Becker, viele Folds und wenig Action.

Trotzdem hat er es gewonnen, der Online-Typ.

Also die vorletzte Sendung, bei der Lilly gewonnen hat, war viel unterhaltsamer und actionreicher!!! Ich bin dafür, dass PokerStars Lilly unter Vertrag nimmt….

Was für Donks! Was spielt Ihr da, Poker?

Nach meinen „Bad Beat“ Geschichten auf Full Tilt wanderte ich reumütig wieder zurück zu PartyPoker. Dort krieg ich definitiv weniger Bad Beats als auf Full Tilt Poker. Dachte ich. Denn PartyPoker ist für mich Poker in Reinform, eine schöne Plattform, gut zu bedienen und – ehm, ich sage mal: mit einem Publikum, das Spass macht ;) Vor allem die Turniere sind oftmals von Fischen gerade zu überüllt.

Ich spiele ein kleines Turnier mit 30 Spielern und € 10 Buy-In. Es läuft alles ganz ok – die Bluffer und die Rocks sind schnell enttarnt und die guten Starthände lassen sich auch von Zeit zu Zeit blicken.

Ich bin relaxed, bis ich AQ offsuit bekomme. Ein Spieler raist vor mir, ich calle. Am Flop das Ass. Ich setze, er raist, ich reraise, er callt.

Ok Kollege, du hast also das Ass mit einem guten Kicker, wahrscheinlich König.

Also Achtung!

Turn: Q.

Jippiii….ich gehe All-In.

Mein Gegner callt ohne auch nur eine Zehntel Sekunde nachzudenken und zeigt – wie vermutet – AK.
ok, der Pot geht an mich – denke ich mir. Doch das Schicksal und PartyPoker sind da anderer Meinung und blättern mir am River einen König hin.

Was mich aber am meisten an dieser Hand geärgert hat, war die Tatsache, dass er nicht einmal kurz darüber nachgedacht hat, ob ich denn kein Set oder Zwei Paar habe…zumindest hätte ich darüber nachgedacht …

aber wir wissen ja, es gewinnt leider nicht immer der bessere Spieler…..

Meike Busch spielt in Montesino!

Da ich ja ein Faible für Mädls im Pokerbiz habe, möchte ich hiermit darauf hinweisen, dass die gute Meike Busch in Montesino antreten wird. Das 100.000 EUR Tourney ist auf Platz Eins mit 33.333 EUR dotiert. Die unter der Flagge von Betson spielende Pokerdame wird den Versuch wagen, sich ins 12. Leven zu spielen, um dann am 19.09. im Finale zu rocken.

Hier ein Video von Meike bei der GIGA Pokernight:

Meine Strategie beim Sit and Go

Bei unterschiedlichen Tournierarten muss man ja bekanntlicherweise auch jeweils angepasst spielen. Also mal folgendes Szenario: Ich spiele online ein 5 USD Sit-and-Go Tourney.

Folgende Taktiken und Strategien wende ich an:

  1. Die ersten 3 Blind-Erhöhungen spiele ich garnicht. Nein, keine Hand. Ich gucke nur, WIE die anderen Spieler am Tisch spielen. Ich teile sie grob ein in aggressiv, tight, noob, Bot, Faker/Bluffer und Multi-Table-Russe ;-)
  2. Nach den ersten 3 Blind-Erhöhungen spiele ich ultra tight.
  3. Ich mache einen Fake-Move: ich signalisiere den Anderen, dass ich zur Gruppe der noobs gehöre, bzw sehr ängstlich spiele und es dann mal mit einem Bluff versuche. Ich oute mich quasi, obwohl ich es nicht bin. Täuschung ist hier das Zauberwort, wer Password Swordfish gesehen hat, weiss was ich meine.
  4. Einzige Ausnahme: es liegt genug Geld im Pot und ich habe einen Faker identifiziert und ich habe eine gute Hand. Dann calle ich erstmal damit er sich freut, einen Deppen gefunden zu haben und ihn ausnehmen zu können. Spätestens beim Turn raise ich oder gehe All-In, je nachdem ob schon genug Cash auf dem Tisch liegt.
  5. Meine Spielweise wird mit jeder Blind-Erhöhung aggressiver.
  6. Alle Spieler, die ich nicht als Pro eingestuft habe, konfrontiere ich mit All-Ins oder high raises, sofern ich ein einigermaßen gutes Blatt habe.
  7. Ausnahme: ich bin mit Abstand Chip Leader und warte bis wir nur noch zu zweit sind. Und dann kuschel ich den anderen aggro-Style vom Tisch. “Wegkuscheln?” damit meine ich call, call, All-In ;-)

Fazit: Inaktiv -> ultra tight -> 1, 2 Fakes zur Täuschung -> tight -> Aggro!

Ein bisschen variieren muss man natürlich, um seine Strategie nicht offen zu legen. Aber der Ansatz sollte klar sein :)

WTF! Royal Flush auf der ersten Hand!

Folgende Geschickte möchte ich Euch nicht vorenthalten:

Nachdem mich ein guter Freund endlich überredet hatte, in ein echtes (Offline)-Casino mitzukommen, saß ich also mit ihm und noch einem Kumpel am Tisch. Ganz schön spooky auf einmal mit den echten Menschen Auge in Auge zu spielen. Im Gegensatz zu Online Poker eine echte Herausforderung für die innere Ruhe und das Spielgeschick. Ich war ganz schön nervös, zumal ich 200 EUR am Tisch in Chips liegen hatte und alle anderen Spieler einen sehr erfahrenen Eindruck machten.

Es wurden die ersten Karten ausgegeben. Mein Kumpel saß genau neben mir (links) und noch war er recht ruhig. Der Flop zeigte K J 10. Er spielt mit. Typ2 raised. Er geht mit. Die nächste Karte ein As. Typ2 raised. Er raised. Typ2 reraised. Er geht mit. Nächste Karte eine Dame. Oha! Alles Karo! Hat der Typ2 nun einen Flush oder irgendwas anderes tolles? Typ2 geht auf jeden Fall All-In.

Mein Kumpel called den All-In! WTF!

Typ2 zeigt sein Blatt: JJ, hat also triple J. Dreier Bube, nicht schlecht. Ich denk mir: mein Kumpel hat entweder ne Straße oder ein AA.

Und jetzt peilt es mein Kumpel auch erst: er hat nen Royal Flush. Auf der ersten Hand. Er jubelt. Typ2 hat voll keinen Bock mehr auf Poker und macht ein langes Gesicht. Auf einmal stehen 20 Südländer um uns herum und rufen “boah krass Alter” etc

Mein anderer Kumpel ist es wohl gewohnt, dass bei einem Royal Flush eine Flasche Whiskey serviert wird auf kosten des Casinos. Royal-Flush-Kumpel verlangt aber lediglich einen Orangensaft.

Die Wahrscheinlichkeit einen Royal Flush zu erhalten ist übrigens 0,00015 % ;) Und das bei der ersten Hand…

Warum mag mich Full Tilt nicht?

Also eines kapiere ich einfach nicht – Full Tilt Poker – obwohl mir die Seite total sympathisch ist – mag mich nicht. Ich kriege gute Starthände, spiele konstant und dennoch verliere ich sicher rund 80% meiner Hände gegen schlechtere.

Darum habe ich eine Zeitlang auf diesem Poker Room pausiert. Doch etwas Bankroll hat mich dann doch wieder hingetrieben und ich habe mich für ein Sit and Go entschieden.

Erste Hand: AA – oije, so schön die Hand auch ist, sooft seh ich sie aber auch verlieren. Also wie spielen? Gleich All-In ? macht wohl wenig Sinn..also ein Raise wie er im Buche steht. Ein Caller.

Flop: sieht ungefährlich aus, keine Draw Möglichkeit, Rainbow, und lauter Karten unter 8. Mein Gegner setzt, ich geh All-In. Er  callt und zeigt JJ.

Turn: J

River: Blank

Danke und das Sit and Go ist zu Ende.

Ich gönn mir nach diesem Frust einen Tag Full Tilt Pause und versuch es am nächsten Tag wieder.

Wieder ein Sit and Go. Ich spiele tight und selektiere meine Starthände, bis ich wieder A-A bekomme.

Ich raise – 1 Spieler geht All-In. Ich calle. Er zeigt das Bubenpaar.

Ich sitze vorm PC und weiß nicht ob ich lachen oder heulen soll – diese Vorahnungen……

Diesmal kommt der Bube nicht am Turn – nein, gleich am Flop.

Danke Full Tilt – warum magst du mich nicht???

Fette Seite für Poker Videos

Bisher dachte ich ja immer, YouTube hätte die Vorreiterschaft bei Videos zu allen Themen. Dass es aber spezielle Videoportale zu Poker gibt, wusste ich bis gestern nicht.

Pokertube hat zu folgenden Kategorien Videos rund um unser beliebtes Kartenspiel:

  • Card & Chips tricks (Karten- und Chips-Tricks)
  • Commercials (Werbesendungen und Werbeclips)
  • Documentary (Poker Dokus)
  • Interviews (weisste Bescheid, ne?)
  • Live poker (Poker-Streams in Echzeit!)
  • Online poker (weisste Bescheid, ne?)
  • Other (weisste nicht so Bescheid, ne? Halt alles was in die andern Kategorien nicht reinpasst)

Die Seite hat zwar den Vorteil, dass ich viele neue Sachen lernen kann.

Die Seite hat aber den enormen Nachteil, dass ich jetzt kaum noch  zum Spielen, Essen und Schlafen komme! :D

AA & KK Pocket unsuited – Wahrscheinlichkeit / Chance

Ein wichtiger Faktor zum Erfolg beim Texas Hold’em Poker spielen sind die Wahrscheinlichkeiten. Im Folgenden die Wahrscheinlichkeit zu gewinnen, wenn man Karo As und Kreuz As auf der Hand hat (AA unsuited): bei zwei Spielern liegt die Wahrscheinlichkeit bei 85%, bei drei Spielern bei 74%, bei vier Spielern bei 64%, bei sechs Spielern bei 49%, bei acht Spielern bei 39% und bei zehn Spielern bei 32%.

Und die Wahrscheinlichkeit zu gewinnen, wenn man Karo König und Kreuz König hält (KK unsuited): bei zwei Spielern liegt die Wahrscheinlichkeit bei 82%, bei drei Spielern bei 69%, bei vier Spielern bei 59%, bei sechs Spielern bei 44%, bei acht Spielern bei 33% und bei zehn Spielern bei 26%.

Lisa Hamilton gewinnt Damen-WSOP 2009

Frauen beim Poker – das find ich scharf. Noch schärfer finde ich allerdings die Gewinnerinnen! Smart. Ganz besonders überzeugt hat mich die Spielweise von Lisa Hamilton bei der Damen-WSOP. Nach nur 2 Stunden nochwas hat sie acht Mitspielerinnen vom Final Table “verwiesen”. Und wurde somit Weltmeisterin bei den Girls. Zweite wurde die Texanerin Lori Bender, wobei ich die Hawaiianerin Lisa ein wenig hotter finde. Aus dem schönen Deutschland hat übrigens keins unserer Mädls einen der 117 bezahlten Plätze erreicht

Bei gerade mal 1k USD Startgeld hat Lisa 195.390 USD mitgenommen! Nette Ratio.

Video: Lisa @ WSOP 2009:

Wahrscheinlichkeiten beim Poker

Nachdem mich mein Prof mehrmals auf meine Pokersucht und die diesbezüglichen Versäumnisse im Rahmen meiner studentischen Ausbildung angesprochen hatte, habe ich mich nun dazu entschlossen, hier meine Mathematik-Künste und die des Kartenspielens zu vereinen.

Poker war schon immer ein glanzvolles Beispiel dafür, dass “Wahrscheinlichkeit” ein spannendes Thema ist, mit dem sich viel Spass und sogar Geld generieren lässt.

Also, freut euch auf gelegentliche Artikel von mir zu meinen Erfahrungen und Berechnungen.