Auf Angebote zum Verkauf von Gebrauchtfahrzeugen melden sich gelegentlich Vermittler und behaupten, einen Kaufinteressenten für das angebotene Fahrzeug zu haben. Wer sein gebrauchtes Auto vielleicht schon länger zum Kauf anbietet und bisher keinen Interessenten gefunden hat, wird gerne bereit sein, ein solches Angebot zu nutzen, wenn der Preis interessant ist. Das Problem ist nur, dass in den meisten Fällen zunächst die Vermittlungsgebühr verlangt wird, bevor es tatsächlich zum Verkauf des Autos kommt. Eine andere Variante ist die Übersendung eines Vertrages über die Vermittlung, der leicht mit dem eigentlichen Kaufvertrag verwechselt werden kann und damit ebenfalls eine Verpflichtung zur Zahlung der Vermittlungsgebühr begründet, ohne dass das Auto damit bereits verkauft wäre.
Derartige Angebote vermitteln schon auf den ersten Blick einen unseriösen Eindruck, da Vermittlungsgebühren überhaupt erst nach einer erfolgreichen Vermittlung zu bezahlen wären und das heißt, nach dem erfolgten Verkauf. Tatsächlich gibt es Vermittler, die seriös arbeiten. Dabei handelt es sich um Zwischenhändler, die gute Kontakte zu Kaufinteressenten haben, häufig reichen diese Kontakte ins Ausland. Da sie sich aber nicht finanziell binden wollen, indem sie die angebotenen Autos aufkaufen, um sie dann weiter verkaufen zu können, beschränken sie sich auf die Vermittlung des Geschäfts. Seriöse Vermittler berechnen die Vermittlungsgebühr tatsächlich erst nach dem erfolgten Verkauf. Es kann vorkommen, dass vor der Vermittlung ein Vermittlungsvertrag geschlossen wird, in diesem ist aber dann festgelegt, dass eine Gebühr nur dann fällig wird, wenn der Verkauf abgeschlossen ist.
Wer unsicher ist, ob ein Vermittler seriös ist, der sollte vor der Unterzeichnung eines Vermittlungsvertrages Erkundigungen bei einem Automobilclub einholen.